VDST/CMAS ** Brevet (Silber)

Viele von Euch haben ihre erste Tauchausbildung im Verein gemacht. Unser Team aus Trainern und Tauchlehrern hat Euch das Wissen für den ersten Stern vermittelt.

Mit dem ersten Stern habt Ihr die Befähigung mit einem erfahrenen Taucher tauchen zu gehen. Laut den Empfehlungen zur Tauchgruppenzusammenstellung kann ein *-Stern Taucher mit einem **-Stern Taucher auf bis zu 20 Meter tiefe Tauchgänge gehen. Mit einem ***-Stern Taucher sogar auf 40 Meter.

Dafür stehen im Verein viele erfahrene Taucher bereit. Mit ein bisschen Übung könnt Ihr selbst den zweiten und dritten Stern machen.

Voraussetzung für den zweiten Stern sind neben der gültigen Tauchtauglichkeit, 25 Tauchgänge zum Abschluss der Brevetierung, davon mindestens 10 auf 15-25 Meter Tiefe.

Außerdem benötigt Ihr zwei Aufbaukurse: „AK Orientierung beim Tauchen“ und „AK Gruppenführung“. 

Zusätzlich benötigt Ihr noch einen AK HLW oder einen HLW-Kurs einer anerkannten Erste Hilfe Organisation (nicht älter als 1 Jahr).

Ein SK Süßwasserbiologie Kurs wird empfohlen. Den könnt Ihr meist im September beim Landesverband machen. 

Die Prüfungstauchgänge und die Theorie könnt Ihr bei Ralf oder mir machen. Die Kosten sind pauschal 300 € für 6 Theorie-Einheiten plus Prüfung, 5 Übungstauchgänge, 5 Prüfungsabnahmen und 2 Schwimmbad Terminen mit Abnahmen.

Die Theorie-Einheiten machen wir vor oder nach Tauchgängen vor Ort. Selbstverständlich könnt Ihr im Schwimmbad jederzeit während unseres Trainings üben und wir stehen auch mit Rat und Tat am See zur Seite. Es empfiehlt sich, die Tauchgänge mit erfahrenen Tauchern vorab zu üben.

Im Schwimmbad müsst Ihr folgendes machen (Angaben ohne Gewähr):

  • 45 Sekunden Zeittauchen unter stetiger Ortsveränderung (von etwa 10 Metern).
  • 30 Meter Streckentauchen ohne Neopren oder 25 Meter Streckentauchen mit Neoprenjacke und -hose.
  • 40 Minuten Schnorcheln unter Zurücklegung einer Strecke von wenigstens 1.000 Metern, davon je 10 Minuten in Brustlage, Seitenlage, Rückenlage und mit einer Flosse oder der Nachweis Flossenschwimmabzeichen Bronze nicht älter als 3 Jahre.
  • 100 Meter Schnorcheln zu einem Gerätetaucher, der auf 5 Meter Tiefe liegt, Transportieren des Gerätetauchers an die Wasseroberfläche und 100 Meter an der Wasseroberfläche, je 50 Meter mit unterschiedlichen Transportgriffen.
  • Regelgerechtes Springen mit kompletter DTG-Tauchausrüstung, aber ohne Jacket mit DTG, aus einer Höhe von 0,5 Meter ins Wasser, dort korrektes Anlegen des Jacket mit DTG an der Wasseroberfläche

Am See kommt noch das Tieftauchen dazu:

  • 7,5 Meter Tieftauchen im Freiwasser

Und die Prüfungstauchgänge sind dann folgende:

1. Tauchgang

  • Deutliches Geben von 3 Unterwasserzusatzzeichen, die auf einer unter Wasser vorgehaltenen Schreibtafel im Wortlaut geschrieben stehen.
  • Einhalten eines Abstandes zum Grund von 1 bis 2 Metern bei mehrfach wechselnden Tiefen, so dass kein Sediment aufgewirbelt wird. Sich tariert über einem fixen Punkt in waagrechter Wasserlage halten mit ca. 1 Meter Abstand (je nach Sicht), ca. 30 Sekunden danach weiter tauchen 
  • Geschwindigkeitskontrolliertes Aufsteigen ohne Flossenbenutzung im freien Wasser bis auf 6 Meter Tiefe mit einem deutlichen Stopp auf 9 Meter Tiefe. Nachtarieren mit dem Mund ist zulässig.

2. Tauchgang

  • Geschwindigkeitskontrolliertes Aufsteigen unter Wechselatmung aus dem Atemregler des Bewerbers aus der maximalen Tiefe (vom Tauchlehrer bestimmt) im freien Wasser bis an die Wasseroberfläche mit einem Stopp von 3 Minuten auf 5 Meter Tiefe. 
  • 15 Minuten Schwimmen mit vollständiger DTG-Ausrüstung in wechselnden Lagen mit Augenmerk auf das Flossenschwimmen in Rückenlage, ohne Verwendung des Schnorchels und bei selbstständigem Orientieren.

3. Tauchgang

  • Vollständiges und korrektes Anlegen und Überprüfender eigenen Ausrüstung und der des Tauchpartners vor dem Tauchgang und Versorgen der eigenen und der Ausrüstung des Tauchpartners nach dem Tauchgang.
  • Vollständiges Öffnen und Schließen des Bleigurtes bzw. Herausnehmen und Wiedereinsetzen der Bleitaschen mit Taucherhandschuhen unter Wasser.
  • Nach 10 Minuten Aufsteigen bis an die Wasseroberfläche, Anpeilen eines Punktes in etwa 100 Meter Entfernung mit dem Taucherkompass und Antauchen des Punktes in 3 bis 5 Meter Tiefe bei einer Querabweichung von höchstens 10 Meter.

4. Tauchgang 

  • Vorbereiten, Führen und Nachbereiten des gesamten Tauchganges als Tagtauchgang (unter normalen Bedingungen). Der Mittaucher soll als „wenig erfahren“ betrachtet werden. Entsprechend muss beider Vorbereitung, Führung und Nachbereitung gehandelt werden.
  • Simulation einer Vereisung oder Defekt am Hauptatemregler (Der Anwärter schließt im Flachbereich selbst das Ventil seines Hauptatemreglers und steigt auf den Zweitatemregler um. Nach Beendigung der Übung zurückwechseln auf den Hauptatemregler. 
  • Setzen einer Boje am Ende des Tauchgangs aufrund 10m Tiefe mittels Spool. Die Tauchgruppe steigt kontrolliert an dieser Orientierung auf und hält einen Sicherheitsstopp von 3 min auf 5m.

5. Tauchgang

  • Transportieren des „verunfallten“Tauchpartners aus 12 Meter Tiefe auf 5 Meter und dann langsam an die Wasseroberfläche, an der Wasseroberfläche bis zum Ufer bzw. Boot (wenigstens 50 Meter) und anschließend an Land bzw. an Bord.
  • Demonstrieren und Erläutern der Einhelfer-Methode.
  • Demonstrieren und Erläutern der stabilen Seitenlage und der Schocklage.
  • Erstellen eines Tauchgangprotokolls (Zusammenstellung aller wichtigen Daten des „Unfalltauchganges“ für den Notarzt).

Wenn Ihr Interesse habt, meldet Euch bei Ralf oder Alex